Abt.: Blowjob

Seltene Berufe: Windradanbläser

In lockerer Folge stellt EMAZ seltene Berufe vor. Seltene Berufe. Aussterbende Berufe. Neue, noch unbekannte Berufe.

Diesmal geht es um das relativ neue Betätigungsfeld rund um das Windradanblasens.

Vielleicht habt ihr euch schon einmal gefragt, wie denn so ein riesiges Windrad gestartet wird. Führende Ingenieure haben sich diese Frage ebenfalls gestellt. Zündschlüssel? Kickstarter? Einfach an schubsen?

Weit gefehlt. Es muss angeblasen werden. Eigentlich logisch.

Lungenmässig gut ausgestattete Windradanbläser und Windradanbläserinnen gehen ihrem Job nach, sobald der Wetterbericht von aufkommenden Böen oder langanhaltenden Winden berichten.

Es hat sich herausgestellt, dass Windradandreher, wie sie im letzten Jahrhundert ausgebildet und angestellt wurden, eine zu lange Reaktionszeit hatten und in der Regel - selbst auf Zehenspitzen - nicht bis zu den Windrädern hinauf gereicht haben.

In der Regel ist ein Anbläser für ein Windrad zuständig. Ein Blasemeister hat dabei ein oder zwei Gesellen, auch Blasebalg genannt, zur Seite.

Bei einer Dunkelflaute kann ein Blase-Team auf mehrere Bereitschaftsbläser zurückgreifen. Weil das sowohl sehr personalintensiv, als auch organisatorisch - schließlich müssen erfahrene Bläser auch zu nachtschlafender Zeit erreich- und verfügbar sein - sehr aufwändig ist, wird seit geraumer Zeit nach neuen, modernen Wegen gesucht, um die Windräder jederzeit in Bewegung versetzen zu können.

Erste Experimente mit einem Handföhn waren vielversprechend. Wobei ein Föhn nicht genug Leistung für einen energieintensiven Abend wie bei einen Pokalendspiel erzeugt.

Weitere Testreihen mit Laubbläsern und Windmaschinen sind in Vorbereitung.