Abt.: Reisen bildet

Bier aus der Ferne

Reisen bildet... so bildet man sich ein. Eine Bildung, die schleppt man dann sein Leben lang mit sich. Auch die auf Reisen erarbeitete Bildung. Nehmt also die Bildung mit heim. Lasst aber die Gegenstände euren Bildungszuwachses dort, wo sie hin gehören.

Es ist ja so:

Wenn man in der Gegend ist, in der ein Bier gebraut wird, dann wird das Bier ja meist auch für die Gegend gebraut.
...und getrunken.

Da stimmt dann die Temperatur. Und zwar die Temperatur des Bieres und die Temperatur der Gegend. Die harmonieren wunderbar. Und auch das Panorama, die Leute, die Tapas und die Musik. Das ist ganz oft so.

Nimmt man jetzt so ein Bier aus seiner sonnenverwöhnten Tapasumgebung und wirft es in eine schweinebraten dominierte Winterlandschaft, dann klappt das ganz oft nicht. Dann tut das Bier nicht so, wie es soll.

Zum Beispiel ist ein Superbock knapp am Gefrierpunkt am Strand von Cultara eine ganz hervorragende Sache. Das gleiche Bier kann in München kalt sein, wie es will, es wird ein Ladenhüter bleiben. Spätestens nach dem ersten Schluck wächst die Sehnsucht nach einem Augustiner.

Aber das mögen andere anders sehen.